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	<description>Deutschland. Korea. Ich. Meine persönliche Sichtweise.</description>
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		<title>Rassistisch handeln und doch kein Rassist sein?</title>
		<link>http://www.durumi.de/2009/08/17/rassistisch-handeln-und-doch-kein-rassist-sein/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 15:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Sanghoon (durumi.de)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Kaarst]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist der Trubel um das Po-Plakat der Grünen in Kaarst gerechtfertigt? Meine Meinung dazu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kann jemand eine rassistische Handlung begehen, obwohl er kein Rassist ist? So m&uuml;sste die Frage lauten, betrachtet man r&uuml;ckblickend den Trubel um ein Wahlplakat der <a href="http://www.gruene-kaarst.de/">Gr&uuml;nen in Kaarst</a>, das den nackten Po einer schwarzen Frau im Griff von zwei wei&szlig;en Frauenh&auml;nden zeigte. </p>
<p>Ist das Rassismus und Sexismus? Wie das <a href="http://blog.derbraunemob.info/2009/08/11/ein-grund-nicht-gruen-zu-waehlen/">Feedback zum Plakat</a> zeigt,wird es als <a href="http://brotherskeepers.org/blog/2009/08/offener-brief-es-gibt-nur-einen-grund-schwarz-zu-wahlen/">rassistisch und sexistisch wahrgenommen</a>. Dass es ausgerechnet ein Plakat der Gr&uuml;nen ist, denen eigentlich keiner so etwas zugetraut h&auml;tte, macht die Betroffenen umso best&uuml;rzter. </p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<p>In meinen Augen muss man hier mehrere Punkte unterscheiden: </p>
<ol start="1" type="1">
<li>Ob eine &Auml;u&szlig;erung rassistisch ist oder nicht, entscheiden die Betroffenen, nicht diejenigen, die die &Auml;u&szlig;erung get&auml;tigt haben. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnen die Empf&auml;nger der Botschaft nicht wissen, was der Sender eigentlich gemeint hat. Sie k&ouml;nnen nur die Wirkung der Botschaft &uuml;berpr&uuml;fen. Ein Witz ist z. B. auch nur dann witzig, wenn das Publikum lacht und nicht, weil der Erz&auml;hler meint, der Witz sei witzig.  </li>
<li>Es ist dabei v&ouml;llig unerheblich, ob der Rassismus oder Sexismus beabsichtigt war oder nicht. Wenn ich eine Vase umsto&szlig;e und sie dabei zerbricht, dann ist die Vase zerbrochen, ob ich sie nun mit Absicht umgesto&szlig;en habe oder nicht. </li>
<li>Wenn jemand eine rassistische oder sexistische &Auml;u&szlig;erung get&auml;tigt hat, hei&szlig;t das nicht, dass diese Person automatisch auch ein Rassist oder Sexist sein muss. Tats&auml;chlich sind verbale Unf&auml;lle an der Tagesordnung, weil wir in der Regel nicht in der Haut des anderen stecken und daher gar nicht wissen (k&ouml;nnen), was der andere denkt oder f&uuml;hlt (haben die Gr&uuml;nen in Kaarst einmal potenziell Betroffene gefragt, was sie von dem Plakat halten?). Wenn eine Handlung oder &Auml;u&szlig;erung aber einmal als rassistisch und sexistisch beurteilt wird, ist es falsch zu versuchen, die Handlung oder &Auml;u&szlig;erung zu relativeren. Damit schiebt man die Verantwortung f&uuml;r den erlebten Rassismus und Sexismus den Betroffenen zu, so als sei das Publikum daf&uuml;r verantwortlich, wenn es einen Witz nicht versteht, und nicht der Witzeerz&auml;hler. </li>
<li>Dieser Unfall mit dem Plakat ist in meinen Augen kein spezifisch deutsches Problem. Unwissenheit, mangelndes Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen und mangelnde interkulturelle Kompetenzen sind menschliche Probleme und Defizite, die sowohl bei Deutschen und Nicht-Deutschen oder M&auml;nnern und Frauen anzutreffen sind. </li>
<li>Selbst das Bestreben, sich der Problematik zu entziehen, <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/615/484055/text/">scheint einfach nur menschlich zu sein</a>. Wie sonst k&ouml;nnte eine <a href="http://www.gruene-kaarst.de/kommunalwahl09/plakat-reaktion-09.html">solche Aussage der Gr&uuml;nen</a> zustande kommen? </li>
</ol>
<blockquote><p>Weder die NRW-Gr&uuml;nen noch die Kaarster Gr&uuml;nen denken oder handeln rassistisch oder sexistisch, sondern im Gegenteil: Die Gleichberechtigung von Frauen und M&auml;nnern, die Gleichstellung und Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft geh&ouml;ren zum Grundkonsens und allt&auml;glichen Handeln unserer Partei. </p>
<p><cite>Mitteilung der <a href="http://www.gruene-kaarst.de/kommunalwahl09/plakat-reaktion-09.html">Gr&uuml;nen in Kaarst</a> vom 10.08.09: <br /> &#8220;Gr&uuml;nes Plakat sorgt f&uuml;r Aufregung&#8221;<br />
 </cite></p>
</blockquote>
<p>Sind Migranten zu empfindlich? Vielleicht. Sind Deutsche rassistisch? Nicht viel mehr oder weniger als Nicht-Deutsche auch. Bitter st&ouml;&szlig;t in diesem Fall nur auf, dass die Kaarster Gr&uuml;nen offenbar gar nicht sehen, wo das Problem ist. Denn wenn selbst diejenigen, f&uuml;r die &#8220;die Gleichberechtigung von Frauen und M&auml;nnern, die Gleichstellung und Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft [...] zum Grundkonsens und allt&auml;glichen Handeln&#8221; geh&ouml;ren, nicht erkennen, ob und wann ihr Handeln rassistisch und sexistisch wirkt, was sollen wir dann von anderen erwarten, f&uuml;r die all das nicht zum Grundkonsens geh&ouml;rt? </p>
<p><strong>Fazit:</strong> Nicht das Plakat ist das eigentliche Problem, sondern, dass offenbar (denn so wirkt die Aussage der Gr&uuml;nen auf mich) aus dem Feedback nichts gelernt wurde. Kann jemand eine rassistische Handlung begehen, obwohl er kein Rassist ist? Ja, nat&uuml;rlich kann man &#8211; unbewusst oder bewusst &#8211; eine rassistische Handlung begehen kann, auch wenn man eigentlich kein Rassist ist. </p>
<p>Ich pers&ouml;nlich lerne wieder mal daraus, dass Deutsche und Migranten mehr miteinander reden und einander zuh&ouml;ren m&uuml;ssen, um besser zu verstehen, was und wie der andere denkt, f&uuml;hlt und lebt. Wir d&uuml;rfen unser Tun nicht wie selbstverst&auml;ndlich f&uuml;r fehlerfrei halten, nur weil wir es nicht b&ouml;se gemeint haben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nordkorea &#246;ffnet seine Grenzen?</title>
		<link>http://www.durumi.de/2009/08/16/nordkorea-ffnet-seine-grenzen/</link>
		<comments>http://www.durumi.de/2009/08/16/nordkorea-ffnet-seine-grenzen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 Aug 2009 21:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Sanghoon (durumi.de)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Korea]]></category>
		<category><![CDATA[Nordkorea]]></category>
		<category><![CDATA[Südkorea]]></category>

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		<description><![CDATA[Das heute-journal meldete am Ende seiner Sendung, dass Nordkorea seine Grenzen &#246;ffnen w&#252;rde. Die Nachricht hatte selbst beim Moderator noch f&#252;r Fragezeichen gesorgt, so frisch war die Meldung, dass noch keine Expertenmeinung mitgeliefert wurde. Liest man die Schlagzeile bei Reuters, relativiert sich die Aussage recht schnell. &#8220;Reopen&#8221; bedeutet meiner Ansicht nach nichts weiter, als dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das heute-journal meldete am Ende seiner Sendung, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nordkorea">Nordkorea</a> seine Grenzen &ouml;ffnen w&uuml;rde. Die Nachricht hatte selbst beim Moderator noch f&uuml;r Fragezeichen gesorgt, so frisch war die Meldung, dass noch keine Expertenmeinung mitgeliefert wurde. Liest man die <a href="http://networks.org/?src=reuters:idUSSEO26716720090816">Schlagzeile bei Reuters</a>, relativiert sich die Aussage recht schnell. &#8220;Reopen&#8221; bedeutet meiner Ansicht nach nichts weiter, als dass der alte Status Quo wiederhergestellt wird.</p>
<p>Bevor der im letzten Jahr neu gew&auml;hlte rechtskonservative <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdkorea">s&uuml;dkorea</a>nische Pr&auml;sident <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lee_Myung-bak">Lee Myung-Bak</a> wieder einen h&auml;rteren Kurs gegen Nordkorea einschlug, konnten s&uuml;dkoreanische B&uuml;rger Nordkorea besuchen. Dabei handelte es sich lediglich um organisierte und festgelegte Touren, aber immerhin. Ein Erfolg des lieberalen Pr&auml;sidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roh_Moo-hyun">Roh Moo-hyun</a>, der im Mai diesen Jahres Selbstmord beging. Freie Besuche ohne Genehmigung der s&uuml;dkoreanischen Beh&ouml;rden nach Nordkorea waren aber f&uuml;r s&uuml;dkoreanische B&uuml;rger meines Wissens nie erlaubt und wurden und werden nach wie vor streng geahndet. Die &Ouml;ffnung der Grenze galt nur einseitig f&uuml;r S&uuml;dkoreaner und nicht auch f&uuml;r Nordkoreaner.</p>
<p>Die Versch&auml;rfung des Tons auf offizieller s&uuml;dkoreanischer Seite sowie die Entt&auml;uschung &uuml;ber die bisherige Politk Obamas, der sich bis dato zu Nordkorea kaum ge&auml;u&szlig;ert hatte, haben wiederum zum verst&auml;rkten S&auml;belrasseln auf nordkoreanischer Seite gef&uuml;hrt, das schlie&szlig;lich im <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,626608,00.html">Atomwaffentest im Mai 2009</a> seinen traurigen H&ouml;hepunkt fand.</p>
<p>Der <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/pjoengjang120.html">Besuch Bill Clintons, der zur Freilassung von zwei US-amerikanischen Journalistinnen gef&uuml;hrt hatte</a>, hat mit Sicherheit einiges kompensiert, was Nordkorea bis dahin an Aufmerksamkeit oder Achtung vermisst hatte. Die Wieder&ouml;ffnung seiner Grenzen werte ich als nordkoreanischen Versuch, den Dialog mit den USA wieder aufzunehmen. </p>
<p>P.S. W&auml;hrend des Schreibens trudeln so langsam die ersten Artikel zur Nachricht ein: <br />
AFP: <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5gq2uFBMfhp2VWnbUdYevcerqhr3Q">NKorea agrees to resume inter-Korean tours, family reunions</a> <br />
REUTERS: <a href="http://www.reuters.com/article/newsOne/idUSSEO26716720090816">North Korea to reopen border with South: KCNA</a> <br />
REUTERS: <a href="http://www.reuters.com/article/latestCrisis/idUSSEO309081">North Korea border agreement with South</a>, 16.08.2009 <br />
REUTERS: <a href="http://www.reuters.com/article/newsMaps/idUSTRE57G0F320090817?sp=true">Q+A: What is behind North Korea&#8217;s conciliatory moves?</a> 17.08.2009 <br />
BBC: <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/8204516.stm">N Korea eases South tourism rules</a>, 17.08.2009  </p>
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		<item>
		<title>Warum Durumi?</title>
		<link>http://www.durumi.de/2009/06/14/warum-durumi/</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 18:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Sanghoon (durumi.de)</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Durumi]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>

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		<description><![CDATA[durumi.de - Ein Teil der Lösung und nicht des Problems]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor f&uuml;nf Jahren habe ich noch gedacht, Integration ist ein Problem, das die t&uuml;rkischst&auml;mmigen Migranten betrifft &#8211; MICH nicht! In den letzten Jahren hat sich aber die Berichterstattung und die &ouml;ffentliche Diskussion in meinen Augen dramatisch verschlechtert.<br />
Es werden keine Sachargumente ausgetauscht, sondern in h&ouml;chstem Ma&szlig;e emotional und destruktiv <s>diskutiert</s> gestritten.<br />
Dazu kommt, dass die &ouml;ffentliche Wahrnehmung von t&uuml;rkischst&auml;mmigen Migranten gepr&auml;gt und auf diese fokussiert ist.<br />
<span id="more-1"></span><br />
Ich bin selbst ein Migrant. Meine Eltern kommen aus Korea. Ich bin hier geboren. Ich bin hier integriert. Eigentlich. Denn obwohl ich in meinem pers&ouml;nlichen Umfeld kaum mit Diskriminierung und Abgrenzung zu tun habe (zumindest empfinde ich es so), entwerfen Medien (Zeitungen, TV-Sender) ein ganz anderes Szenario.</p>
<p>Meine Erfahrungen sind also ganz anders als die der (meisten) t&uuml;rkischst&auml;mmigen Migranten, meine Wahrnehmung des Problems entsprechend. Und ich habe die Wahl: Sehe ich dem Treiben zu oder erhebe ich meine Stimme und versuche, ein Teil der L&ouml;sung und nicht des Problems zu sein?</p>
<p><strong>durumi.de</strong> ist meine Antwort auf die Fragen zum Thema Integration in Deutschland. &#8220;Durumi&#8221; ist das koreanische Wort f&uuml;r Kranich. Kraniche sind Wanderv&ouml;gel, die zwischen den &#8220;Welten&#8221; pendeln. Ich f&uuml;hle mich in beiden Kulturen fremd und zuhause.</p>
<p>Durumi wird dar&uuml;ber hinaus als Kategorie genutzt f&uuml;r alle Artikel, die sich mit dem interkulturellen R&uuml;stzeug besch&auml;ftigen, die man als &#8220;Wandervogel&#8221; braucht.</p>
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