Mehr Bildung würde helfen, Rassismus zu begreifen

Die Süddeutsche Zeitung online berichtet heute von einer Anti-Rassismus-Kampagne der IG Metall Bremen: “Umstrittene Kampagne der IG Metall Bremen – Gut gemeint. Nicht gekonnt?”
Das dabei verwendete bildliche Motiv, das schon 25 Jahre alt sei, hat im Internet wohl massive Kritik hervorgerufen. Eine Kritik, die der Geschäftsführer der IG Metall Bremen offenbar nicht nachvollziehen kann.
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Bleibt alles beim Alten?

“Die reinste Form des Wahnsinns ist es, Alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.”
Abert Einstein (angeblich)

Ist schon Wahnsinn, wie das mit angeblichen Zitaten von Prominenten ist.
Der Spruch ist aber schon gut (wie auch die im Blog genannten Abwandlungen). Wir müssen uns halt nur darauf einigen, was das Alte ist, das wir ändern wollen.

Spannend wird es dann, wenn wir erkennen, dass, wenn wir das eine Alte ändern wollen, wir möglicherweise auch das andere Alte, das wir eigentlich gerne behalten wollen, ändern müssen. Besonders spannend wird es, wenn wir feststellen, dass das Alte, das wir ändern wollen, meistens das Alte der anderen ist, während das Alte, das wir behalten wollen, meistens das Alte von uns selbst ist.

Die Hoffnung, dass sich etwas ändert, wenn nur die anderen sich ändern, während ich bleibe, wie ich bin, ist die Art von Wahnsinn, den die meisten leider nicht verstehen.

Bleibt also alles beim Alten?

1989: Was Berlin und Seoul unterscheidet

Zur Zeit ist der Bürgermeister von Seoul (gesprochen: Seo wie in Softdrink und Ul wie in Ulrich), der Hauptstadt Südkoreas, in Berlin. Anlass für den Berliner Tagesspiegel zu berichten, was Berlin und Seoul gemeinsam haben und dabei auch an die Vergangenheit zu erinnern.

Mich erinnert das daran, was Berlin und Seoul 1989 unterschieden hätte:
Berlin hatte die Menschen der DDR mit offenen Armen empfangen.
Seoul hätte die Menschen aus Nordkorea wohl eher zurückgedrängt oder verhaftet.

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Migrantenkinder?

Ich habe einen deutschen Freund ohne sogenanntem Migrationshintergrund, dessen Eltern ebenfalls keinen Migrationshintergrund besitzen und deren Eltern nicht, etc. Sie sind also das, was andere als „Ur“-Deutsch oder „Bio“-Deutsch bezeichnen (beides Begriffe, die ich nur ungern benutze).
Er ist nun mit einer Frau verheiratet, die zwar hier in Deutschland geboren ist, deren Eltern aber in den 1960er Jahren aus Korea nach Deutschland kamen.

Mit ihm unterhielt ich mich mal über Integration und über die Definition von Menschen mit Migrationshintergrund. Dabei fiel er aus allen Wolken, als ich ihm vorlas, wie das statistische Bundesamt Personen mit Migrationshintergrund definiert:

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Karfreitag: Meine Anmerkungen zum “Tanzverbot”

In zwei Tagen ist wieder Karfreitag. Der Tag, an dem an die Kreuzung und den Tod von Jesus erinnert wird. Dieser Tag ist für Christen ein ganz besonderer Tag.

Wie der Blog Theopop anmerkt, kommt es gerade an diesem Tag immer wieder zu Debatten über sogenannte „stille Feiertage“, an denen in einigen Bundesländern besondere Einschränkungen gelten, z. B. das sogenannte Tanzverbot am Karfreitag.

Die Ausführungen dazu sind durchaus interessant. Mit dem Fazit aber habe ich ein Problem:

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